Bremer Sixdays
Schon eine kleine, lieb gewonnene Tradition ist mein Besuch des größten Sechstagerennens der Welt zusammen mit meinem Freund und Podcastkollegen Dennis. Dieses Jahr mal wieder mit Freikarten augestattet (Danke Micky) standen wir um halb acht auf der Matte und freuten uns auf großen Radsport.
Ich war am Donnerstag schon mal, auf Einladung einer großen deutschen Telefongesellschaft (also quasi dienstlich), in der Halle, habe es allerdings an dem Abend das erste mal in meinem Leben geschafft, in einer kompletten Sixdays-Nacht nicht einen Radfahrer zu sehen!!! Diese peinliche Panne galt es auszumerzen.
Also schnell mit dem obligatorischen Bier bewaffnet und ab an die Bahn. Wir fahren wirklich wegen der Radfahrer da hin, und daher haben wir auch die meiste Zeit auf der Tribüne gesessen. Ich kann nur immer wieder feststellen, was für eine außergewöhnlich Atmosphäre so ein Sechstagerennen doch hat. Jeder, der noch nie da war, sollte das schleunigst mal machen
Nun ja, sportlich war wieder einiges geboten. Da allerdings ein gewisser Erik Zabel seinen Abschied von der Bahn gefeiert hat war die ganze Veranstaltung etwas zabelesk, so dass es nicht wirklich verwunderte, dass 60 Runden vor Schluss alles auf einen Sieg der lebenden deutschen Doping Radsportlegende hindeutete. Diesen letzten Bremer Sixdays Sieg durfte Zabel dann am Ende auch feiern, allerdings war das ziemlich nebensächlich…
Für uns auf jeden Fall, da 11 Runden vor Schluss nämlich ein für meinen Geschmack etwas zu amtlicher Sturz das Rennen unterbrach. Als nach diesem Bumms dann jeweils einer des zweit- und drittplatzierten Teams ins Krankenhaus musste war der Ausgang schließlich herzlich egal. Uns zumindest, Garderobe, Taxi, Bett waren die abschließenden die Stationen in Rekordzeit. Anyway, bis auf den Sturz wieder ein extrem gelungener Abend mit spannendem Weltklasseradsport.
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